Ich bin in Puerto Rico aufgewachsen und im Jahre 2008 der Liebe wegen nach Hamburg gezogen.

Das Singen und meine anderen kreativen Fähigkeiten habe ich zum großen Teil autodidaktisch entwickelt. Für den Gesang war meine Mutter ein großer Einfluss, die selbst keine professionelle Sängerin ist, aber im Alltag wunderbar die traditionellen Lieder aus Mittelamerika und der Karibik singt und mir und meinen Schwestern viel an Musik mitgegeben hat. Als Teenager habe ich außerdem angefangen zu malen. Meine Bilder funktionieren ähnlich wie meine Lieder: ich nutze sie um mir selbst in meinem aktuellen Gefühlszustand und meiner Lebenssituation zu begegnen und um mich in dem, was ich auf die Leinwand bringe, selbst besser zu verstehen.

Als Linguistikstudentin in San Juan konnte ich nebenbei auch einige Kunstkurse an der Universität belegen und meinen eigenen Malstil weiterentwickeln. In dieser Zeit begann ich mich auch für Jazzmusik zu interessieren, und mich stärker mit der englischen Sprache zu beschäftigen. Meine Muttersprache ist Spanisch, und bis zum Ende meiner Schulzeit verstand ich Englisch wie viele Puertorikaner lediglich passiv als Hörer. Heute schreibe ich meine Songs zum Teil auf Spanisch und zum Teil auf Englisch – manchmal wechsele ich auch die Sprache mitten im Lied und baue Textfragmente aus weiteren Idiomen ein.

Als ich nach Hamburg kam, lernte ich schließlich Deutsch und moderiere heute meine Konzerte für das Publikum auch so. Da nicht alle meine Hörer die Sprachen meiner Liedtexte verstehen können, ist es mir wichtig, in meinen Ansagen zu erklären, was die Geschichten und Motivationen hinter den Songs sind.

Ich habe 2009 meine erste CD „Tiempo de Bolero“ veröffentlicht, ganz ohne Plattenlabel. Die CD enthält romantische Klassiker aus Lateinamerika, Lieder die mir viel bedeuten, und die ich gemeinsam mit meinem Mann Georg Sheljasov an der Gitarre aufgenommen habe. 2011 und 2014 erschienen bei DWEDA Records meine beiden Alben „Life In The Sands“ und „Under Neon Stars“, auf denen ich dann zunehmend den Schwerpunkt auf meine eigenen Kompositionen legte.

„Under Neon Stars“ erzielte viele positive Rezensionen und Medienberichte, und ich habe in den letzten Jahren viele Konzerte mit den Songs dieses Albums und auch einigen ganz neu geschriebenen Songs gespielt. Zur Finanzierung meiner letzten CD „Yerba Mala“ habe ich im Herbst 2018 über eine Crowdfunding-Kampagne mehr als 11.000 € eingenommen und das Album im Mai 2019 in Eigenregie veröffentlicht.

Auf der Bühne spiele ich verschiedene Perkussionsinstrumente, welche die musikalischen Bandbreite meiner Songs widerspiegeln: ich benutze Bongos, Shaker und Güiro für die folkloristisch-lateinamerikanischen Lieder, die Cajón für Songs mit Pop-Beat, und für meine Swing-Stücke streiche ich die Snare Drum mit Jazzbesen. Je nach Größe des Konzertes und der Bühne verlasse ich mich auf mein eigenes Perkussionsset, oder trete mit einer größeren Band auf. Dann habe ich auch einen Schlagzeuger mit auf der Bühne und ich beschränke mich auf die kleineren Perkussionsinstrumente.

Ich verfolge bei meinem künstlerischen Ausdruck einen ganzheitlichen Ansatz – oft baue ich in meine Malerei die Themen meiner Lieder ein, und schreibe manchmal Liedtexte mit auf die Leinwand. Ebenso nutze ich die grafischen Elemente meiner Bilder für das Design meiner Flyer, Plakate und Konzert-Tickets. Seit einiger Zeit entwerfe ich auch meine Bühnenkleidung selbst als Teil meiner kulturellen Selbstdefinition. Es macht großen Spaß, auch dabei meiner Kreativität freien Lauf zu lassen und den Gesamteindruck eines Konzerts mit meinen selbstgenähten Outfits zu ergänzen und abzurunden.